Fachwerkhausensemble Holpe

Gemeinde Morsbach

Der Ort Holpe ist, bezogen auf seine kulturellen und dorfbaulichen Eigenheiten, von einzigartiger Bedeutung innerhalb der Gesamtgemeinde Morsbach. Der in sich geschlossene, sehr erhaltenswerte Ortskern und die verbindenden markanten Grünstrukturen, z.B. am Holpener Bach, prägen die Ortsatmosphäre von Holpe. Der alte Dorfkern Holpe ist dominierend geprägt von der evangelischen und katholischen Kirche. Um diese beiden ortsbildwichtigen Bauten gruppieren sich eine Vielzahl weiterer erhaltenswerter, z.T. denkmalgeschützter Einzelgebäude (meist Fachwerkhäuser).

Stolz waren die Holpener aber auch auf ihre lebendige Dorfstruktur mit Grundschule, Kindergarten, Metzger, Bäcker, Sparkasse, Lebensmittelladen, Postagentur, Arzt, Kirchen beider Konfessionen einschl. Friedhof, Feuerwehr und Bestattungsunternehmen. Diese Ansammlung von Infrastrukturelementen fand man in derart kleinen Dörfern, wie Holpe, nur noch selten, wie eine Studie der Universität Köln belegte. Leider schwinden diese Infrastruktureinrichtungen zunehmend.

Holpe wurde 1999 und 2002 auf Kreisebene von der Bewertungskommission "Unser Dorf soll schöner werden - Unser Dorf hat Zukunft" zum "Golddorf" gekürt, im Jahr 2000 sogar auf Landesebene. Landrat Hans-Leo Kausemann lobte das Dorf damals mit den Worten: "Ganz Holpe ist eine einzige Dorfgemeinschaft."

Lt. Landeskonservator ist Holpe ein "anschauliches Geschichtsdokument". "Seine Erhaltung ist von Bedeutung für die Geschichte des Menschen und der Region", macht der Landeskonservator auf den historischen Zeugen der Siedlungsgeschichte aufmerksam. Deshalb erfülle Holpe die Voraussetzungen zur Ausweisung eines Denkmalbereiches. Ein Gutachten des Landeskonservators hebt die gut erhaltene historische Ortsstruktur, die signifikante Topographie und die Sichtbezüge hervor.

Erläuterungen zur weiteren Geschichte und einzelner Häuser finden Sie im Download.

Text: Christoph Buchen

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Adresse

51597 Morsbach
Fachwerkensemble in Holpe
Fachwerkensemble in Holpe
Fachwerkensemble in Holpe

(Bilder: Christoph Buchen)