Zwischen Feuersbrunst und Wallfahrtsort (Wasserquintett Tour 8)

Länge: 15,8 km

Schwierigkeitsgrad: mittel

Route ist nicht ausgeschildert.
Route ist ein Rundweg.

In den Wipperfürther Süden nach Niedergaul, Agathaberg und Thier

Der Wasserreichtum hat maßgeblich zum Aufstieg der Region beigetragen, auch in der Zeit der Industrialisierung. Das zeigt unter anderem die Wasserkraftnutzung im historischen Industriestandort Niedergaul, wo später auch Wipperfürths erste Dampfmaschine schnaufte. Nach Niedergaul führt dieser 15,8 Kilometer lange Rundweg durch den Wipperfürther Süden ebenso wie in den nach einer Feuersbrunst gegründeten „Wallfahrtsort“ Agathaberg, der eigentlich in Sizilien liegen müsste. Über aussichtsreiche Höhen auf der Wasserscheide zwischen Gaulbach und Sülz geht es nach Thier und von dort zum Klosterberg der Hansestadt Wipperfürth.

Von der Touristischen Basisstation der Talsperrenregion „Wasserquintett“ wandern Sie hinauf zur Lüdenscheider Straße und folgen der Wanderweg-Markierung des Wasserquintetts stadteinwärts. An der Ampelkreuzung neben der Polizeiwache folgen Sie der Straße Richtung Surgères-Platz/Busbahnhof
und wählen am Edeka-Markt den Fußweg links des Gaulbachs. Der Bach entspringt bei Marienheide und hat bereits gut acht Kilometer zurückgelegt, bevor er unweit von hier in die Wupper mündet.

Nach wenigen Metern führt Sie ein Sträßchen hinauf zur Ostlandstraße, der Sie einige Meter nach rechts bergab folgen, um dann links in die Wohnstraße einzubiegen, die Sie am Ende wieder zum Gaulbach führt, dem Sie nun auf dem Sonnenweg talauf folgen. Vorbei an der Eugen- Wolfrich-Kersting-Stiftung und dem Energie- und Wasserversorger BEW folgen Sie dem Sonnenweg bis ans Straßenende und wandern dann auf einem Fußweg weiter. Einige Meter geht es bald auf dem Stillinghauser Weg weiter talauf und dann in einer Linkskurve erneut auf einen Fußweg, der Sie zu einem Sträßchen führt, dem Sie nach rechts zur Landstraße in Niedergaul folgen. Rechts befindet sich gegenüber der Einkehrmöglichkeit Landgasthof Tönnes eine historische Industrieanlage.
1786 gründete der langjährige Wipperfürther Bürgermeister und Advokat Christian Heinrich Wülfing hier am Zusammenfluss von Gaulbach und Pasbach einen wasserbetriebenen Eisenhammer. Sein Sohn Franz funktionierte die Anlage vor 1816 zu einer „Spinnfabrik“ um, in der 1829 Wipperfürths erste Dampfmaschine aufgestellt wurde. Später erwarb der Wuppertaler Teppich- und Haushaltsgeräte-Hersteller Vorwerk & Co. den Standort, den 1986 die Firma Jokey-Plastik übernommen hat. Das Unternehmen hat die denkmalwürdigen Gebäude aufwendig restaurieren lassen.

In Niedergaul stand auch das Rathaus der früheren Gemeinde Klüppelberg, die mit der kommunalen Neugliederung 1975 in der heutigen Stadt Wipperfürth aufging. Sie überqueren die Landstraße und gehen geradeaus bald steil den Agathaberger Weg hinauf. Am Ende der Straße folgen Sie einem Wirtschaftsweg weiter. Wo dieser wieder auf Asphalt mündet gehen Sie geradeaus hinauf nach Agathaberg. Das Kirchdorf liegt auf der Wasserscheide zwischen dem Gaulbach und der Sülz. Gegründet wurde die Kirche der Überlieferung zufolge, nachdem Wipperfürth 1465 zum wiederholten Mal von einer Feuersbrunst zerstört worden war und er damalige Pfarrer Vollmar mit der Bürgerschaft gelobte, zu Ehren der heiligen Agatha, der Schutzpatronin gegen Feuersbrünste, eine Wallfahrt zu ihrer Begräbnisstätte nach Catania/Sizilien zu unternehmen. Im Laufe der Zeit, so heißt es, sei aber die Gemeinde durch die kirchlichen Behörden von der Selbstverpflichtung entbunden worden. Zum Ersatz habe Pastor Vollmar 1474 eine hölzerne Kapelle zu Ehre Gottes und der heiligen Agatha auf einem Berg erbauen lassen.

Der heutige neugotische Kirchbau wurde 1903 eingeweiht. An ihm biegen Sie rechts auf die Kreisstraße ab, der Sie aus dem Ort hinaus folgen. Wandern Sie unter einer Überlandleitung hindurch und biegen dann links auf einen Weg ab, der Sie bald durch Wald hinunter auf eine Seitenstraße führt. Dieser folgen Sie bergab durch Fähnrichstüttem bis zu einem Straßendreieck, an dem Sie nach rechts bis Stüttem, dort zur L 284, an dieser nach links bis Graben und dort rechts in die Seitenstraße wandern. Bald geht es mit der Wasserquintett-Markierung auf einem Wirtschaftsweg weiter, der Sie bis zu einer T-Kreuzung bei Buchholz führt. Hier gehen Sie rechts, kurz darauf an der Gabelung erneut rechts und folgen nun der „Kreis“-Markierung ins Tal, dort einige Meter an der Kreisstraße nach links und dann rechts ab über Niederflosbach (im Ort links halten) und den „Kapellenberg“ hinauf bis nach Thier. Dort wandern Sie auf der Johann-Wilhelm-Roth-Straße vor der Kirche nach rechts, folgen nun der „Dreieck“- Markierung immer geradeaus aus dem Ort hinaus und dann etwa 80 Meter vor Fürden im Tal nach rechts auf einen breiten Weg. Mit der „Dreieck“-Markierung geht es nun immer geradeaus durch die Ortschaften Drecke, Eichholz und Seidenfaden, bis der Weg zwischen Münte und Herzhof in spitzem Winkel auf die Siegburger-Tor-Straße mündet, der Sie geradeaus nach Wipperfürth folgen. Als Hohlweg führt sie hinunter zur Ringstraße, der Sie nach rechts folgen, um am Ende des Parkplatzes links der Straße auf einen Fußweg zu wechseln, der Sie hinunter zum Marktplatz führt. Von dort geht es an der evangelischen Kirche vorbei zur Unteren Straße, auf dieser nach rechts über die Kreuzung und dann bald links hinunter zur Basisstation an den Ohler Wiesen.

Wegbeschreibung

Startpunkt dieser Tour ist die "Basistation Wasserquintett" in Wipperfürth.

Adresse für Ihr Navigationsgerät:
Lüdenscheider Straße 49, 51688 Wipperfürth

Dauer: ca. 5 Stunden

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