Foto: Sabine König Photodesign

Bergische Rezepte

Reibepucks

Zutaten (für 6 Personen)
3 bis 4 Pfund Kartoffeln
2 dicke Zwiebeln
2 bis 3 Eier
1 Tasse heiße Milch (damit der Pucks schön locker bleibt)
einige getrocknete Pflaumen
magerer Speck
Salz, eventuell auch Pfeffer und Muskat (je nach eigenem Geschmack)
Pflanzenöl Zubereitung


Zubereitung
Die rohen Kartoffeln werden geschält und in einen Topf gerieben. Die dabei austretende Flüssigkeit (Wasser) sollte nicht abgeschüttet werden, damit sie später beim Garen verdunsten kann. Nun gibt man die kleingeschnittenen Zwiebeln, die Eier, die ganzen oder in Stücke geschnittenen Pflaumen, die heiße Milch sowie das Salz und ggf. Pfeffer und etwas geriebene Muskatnuss hinzu und rührt den Teig gut durch.

In einem gusseisernen Bräter (Topf) wird der Boden gut mit Pflanzenöl bedeckt. Sodann wird er erhitzt und der Boden zusätzlich mit mageren Speckseiten ausgelegt. Anschließend gibt man den Teig hinein (Vorsicht! Es spritzt am Anfang) und deckt ihn mit mageren Speckscheiben vollständig ab. Zum Schluss kommt das Ganze bei 180 Grad ungefähr 1 bis 1,5 Stunden in einen vorgeheizten Backofen, bis der Pucks gar ist.

Früher hatte man hiermit bereits eine sehr schmackhafte Mahlzeit, der man nichts mehr hinzufügen musste. Besonders begehrt war der Reibepucks, wenn man ihn in der Pfanne wieder aufgewärmt hatte. Es gab viele Namen dafür, von denen nachfolgend einige beispielhaft aufgezählt werden sollen: Pucks, Riefpucks (Reibepucks), Döppekoche (Topfkuchen), Döppedotz (Topfbeule), Kesselsknall (Knall im Kessel), Schliefsteen (Schleifstein) Pannewatz (der in der Pfanne aufgewärmte Pucks).

Heute haben wir höhere Ansprüche und können uns eine reichere Mahlzeit leisten. Darum haben wir den Pucks mit Rinderrouladen und Pilzsoße von selbstgesuchten und getrockneten Hexenröhrligen und Maronenröhrlingen und mit Spitzkohlsalat serviert (siehe oben).


Autor: Herbert Stahl, Bergisch Gladbach, Museum Stahl